Die Geschichte des Stadtteilkinos
Die Anfänge
Die Geschichte der Stadtteilkinos in Stuttgart beginnt mit einer Initiative des Kommunalen Kinos Stuttgart zur Belebung der Stadtteile in cineastischer Hinsicht in den 80er-Jahren. Man wollte daneben auch dem Trend entgegenwirken, dass Kinovergnügen nur noch in der Innenstadt zu erleben ist, während in den Stadtteilen, wo es früher haufenweise Lichtspielhäuser gab, das Kino langsam aber sicher aussterben würde. Daher wurde vor über 25 Jahren die Initiative der Stadtteilkinos ins Leben gerufen; anfangs noch gut gerüstet mit 16mm-Projektor und riesigen Filmrollen, die täglich abends von Spielstelle zu Spielstelle gefahren wurden.
Dort wurde dann jeweils durch ehrenamtliche Kinofans ein Film vorgeführt. Klar musste man auf die technischen Finessen der Innenstadtkinos verzichten. Und bis heute werden ausschließlich Filme vorgeführt, bei denen die Erstverwertung in den Hauptkinos bereits vorbei ist. Die Stadtteilkinos waren und sind bis heute auch keine Konkurrenz zu den etablierten, richtigen Kinos, sondern gewähren die Möglichkeit, im geselligen Rahmen hochwertige Filme im Großformat jedweden Genres ohne Werbeunterbrechung zu erleben.
Der Schnitt im Jahre 2008
Bis 2008 änderte sich hinter den Kulissen wenig. Doch der Fortschritt machte auch vor den Stadtteilkinos nicht halt. Aus Filmprojektoren wurden DVD-Beamer, aus Filmrollen die handliche DVD. Und aus vorwiegend jüngeren Menschen, die das Stadtteilkino früher besuchten, wurden Menschen um die 50, die heute hauptsächlich Gäste des Stadtteilkinos sind.
Der radikale Schnitt kam jedoch in organisatorischer Hinsicht 2008, als das Kommunale Kino Insolvenz anmelden musste. Kurz standen auch die Stadtteilkinos vor dem Ende, doch die Stadtteilcineasten aus Heslach und Botnang wollten nicht einfach so aufgeben.
Der Stadtteilkino Stuttgart e.V.
Kurzerhand wurde ein eigener Verein gegründet, der die Aufführrechte einholen sollte und die organisatorische Arbeit, also die Arbeiten, die das KoKi früher übernahm, nun in eigener Regie (welch ein passendes Wort) übernahm. Allzuviel hat sich seitdem nicht geändert und für unsere Besucher dürften die Änderungen unbemerkt vonstatten gegangen sein.
Der Verein betreut die einzelnen Spielstellen und organisiert insofern die Stadtteilkinos. Heute gibt es 4 Spielstellen, die Aufgabe für die Zukunft wird sein, Stadtteilkino in noch mehr Stuttgarter Stadtteilen anzubieten.
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